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Rezensionen - Buecher
Rezensionen
Moonchild
„Nichts ist für immer“
Eigenproduktion
Mensch, hab ich mich erschrocken, als der Gesang beim ersten Track „Deine letzte Ruhe“ von Moonchilds Album „Nichts ist für immer“ erklang.
Gerade hatte ich mich auf düstere Klänge eingestellt, da erscheint da ein mädchenhaftes Stimmchen, an das ich mich erst gewöhnen musste.
Klingt auch ein bisschen wie Ina Deter und mit deutschem Gesang hatte ich sowieso nicht gleich gerechnet. Sängerin Susan D’Iavollo, die
auf den 12 Tracks der CD nun vorwiegend in deutsch singt, reimt sich ganz tapfer durch das Album und ist man erst einmal vertraut mit der
Stimme, so gehen die Songs und Zitate doch in das gute metall-rockige Blut. Teilweise kitschig aber auch poppig zum Mitsingen. Hier sollte
man sich vorwiegend mit den Texten befassen, denn die Stücke sind alle recht ähnlich. Das Album zielt eher auf ein junges Publikum ab und
die Scheibe ist nur über http://www.moonchild.purespace.de zu beziehen.
Isabel Oerke(i.s.o.)
Thanateros
„Liber Lux“
New Crusade Records/Rough Trade
Ben Richter ist mit Thanateros bekannt für seine musikalische Verschmelzung von irischen Folkelementen und melancholischem Metal. Alte „Folks“weisheiten vertreten durch Flöten (Pit Vinandy) und Fideln (Tobias Herzfeld) treffen hier musikalisch auf Neuzeitliches, eben Metal.
Auch bei Thanateros gab es Umbesetzungen innerhalb der Band. So stößt, wie Ben Richter zu den Cascades, jetzt auch Gitarrist Maxe Raith von den Cascades zu Thanateros. Mit Schlagzeuger Simon Rippin (Nefilim/NFD) und Bassist Daniel Lechner (Lacrimas Profundere) findet sich hier eine tolle Mischung an Musikern zusammen, um auf „Liber Lux“, das musikalische Buch des Lichtes zu öffnen. Zwischen beiden Buchdeckeln, dem Proloque und dem Epilogue des Buches, finden wir 13 Songs, die den Reiz des treibenden Metals mit harmonischen Folkelementen vereinen. Hitverdächtig ist vor allem der Track „Cairn (a dying age)„ und auch mit "Fear a Bhata" einem folkigen Traditional ist der Band etwas Besonderes gelungen. „Liber Lux“ ist nicht unbedingt eine kommerziell ausgerichtete Radioscheibe, aber mit ihrer Fülle an eingängigem, treibendem Sound ein Muss für den feierwütigen Metaller.
Isabel Oerke(i.s.o.)
The Cascades
„Something to happen“
New Crusade Records/Rough Trade
Zum 20 jährigen Bandjubiläum gibt es bei The Cascades einen neuen Sänger. Kein geringerer als Ben Richter von Thanateros fungiert nun auch hier als Frontmann und damit ändert sich auch der Musikstil der Cascades. Das Ganze hat nicht mehr so viel mit düsteren Gothic zu tun, sondern hat jetzt mehr metallisch-rockigen Character. Von den zwölf Tracks erinnert der Song „All The Best“ ansatzweise noch an die „alten“ Cascades.
Es ist etwas schade für die alten Fans, die auch bei diesem fünften Album der Band auf den wohlbekannte The Cascades Sound gewartet haben. Alles neu macht eben der Mai auch wenn es schon im März ist. Für Liebhaber etwas energiereicherer Metallklänge ist die Scheibe der erneuerten Cascade jedoch durchaus empfehlenswert.
Isabel Oerke(i.s.o.)
ELA feat. J.R. Blackmore
„Out Of Time“
NoCut / Twilight-Distribution
Rockiges Gitarrenspiel geben ELA und J.R. Blackmore auf der EP "Out of Time" zum Besten. Das ist bei dem Sohn von Ritchie Blackmore natürlich
auch kein Wunder. Mit "Queen Of The Deep" wurde ein Track von UFO gecovert. Als Bonus liefert die CD das Video "Bleed" und "Out of Time"
Dieses Titelstück gibt es auch gleich in der Instrumentalfassung.
Mein Favourit ist das peppige "Mad About Your Love". Jedoch
hat das Album nicht mehr viel mit Gothicrock zu tun. Es geht eindeutig in Richtung des melodiösen Hard Rocks und wird nicht zuletzt
gerade deshalb seine
Liebhaber finden.
Isabel Oerke(i.s.o.)
Großstadtgeflüster
„ Bis einer heult“
Chicken Soup (Groove Attack)
Das einstige PopDuo Großstadtgeflüster kommt nun mit seinem zweiten Album daher, aber jetzt sind die Electropopper zu dritt.
Der bisher bekanntester Track war der Tanzflächenkracher „ Ich muss gar nix“, der eine wunderbare Rechtfertigung für jedermann bot.
Auch auf der neuen Scheibe „ Bis einer heult“ ist ein Song dieser Machart mit dem Track „ Lebenslauf“ zu finden. Jedenfalls nehmen GSGF
wieder kein Blatt vor den Mund. So kommen Songs wie „ Pimmel und Erde“, „ Overdressed & Underfucked“ und „ Haufenweise Scheisse“ schnell auf
den Punkt. „ Du meckerst immer“, damit kann sich jeder identifizieren und „ Die Stille“ ist autogenes Training pur, bis es dann richtig
stressig losfetzt. Die Texte sind wieder lustig und die Melodien überaus tanzflächentauglich. Erinnerungen an Gruppen, wie Trio
oder Ideal werden wach.
Auch die Gesamtlängenermittlung der CD mit 2:3119 (was auch immer) zeugt von dem Humor der Band. So traurig wie der Titel des Albums
„ Bis einer heult“ auch ist, diese CD macht einfach Spaß. Minimalistisch, stressig und gut, wie die legendären Bands der 80er Jahre.
Isabel Oerke(i.s.o.)
ASP
„Horror Vacui
The Eeriest Tales Of ASP - so far“
Trisol/Soulfood
„Horror Vacui“, das ist die Angst vor der Leere. Doch eine Leere spürt man auf dieser Doppel CD der unheimlichesten Erzählungen des ASP in keinem
Fall. Vielmehr ist diese Sonderausgabe gefüllt mit allen namhaften ASP Klassikern. Ob nun "Ich will brennen", "Schwarzer Schmetterling" oder "Sing Child".
Bei den 33 Songs gibt es deutsche, englische und auch Livetracks. Die beiden CDs sind in ein wunderschönes Hardcover Booklet mit Silberprägung eingebettet.
Auf 40 Seiten erfährt man die Bandgeschichte umrahmt mit schönen Schauerbildern. Allein schon diese CD-Aufmachung lässt das Fanherz höher schlagen. Doch auch
die musikalische Vielfalt an Gothicrock, Balladen oder auch den elektronischen Anfängen der Band verpflichtet zum Kauf.
Isabel Oerke(i.s.o.)
MonoInc.
„ Pain, Love and Poetry“
NoCut/Twilight
Nachdem Lisa Middlehauve die Band Xandria verlassen hat unterstützt sie MonoInc. bei deren neuem Album „ Pain, Love and Poetry“ schon einmal
gesanglich. Die Singleauskopplung „Teach Me To Love“ bekommt dadurch eine besondere Note. Dieser Song ist übrigens auch, neben dem Track
„Pain Machine“, der als zauberhafte Pianoversion daherkommt, die schönste Ballade dieses Albums. Die CD kann sich auch sonst hören lassen.
Sänger Martin Engler hat einfach eine schöne tiefe Stimme und somit ist das Album voll melodiöser Gothrockstücke und Balladen. Meines
Erachtens könnte die Band aber ein bisschen härter werden, was nicht heißen soll, dass es zu Lasten der Melodie gehen muss. Zwar hat
die CD mit „This ist the Day“ und „Sleeping my day away“ (Coverversion) schon durchaus kraftvollere Stücke, aber irgendetwas erscheint
mir zu gleichförmig. „Get some sleep“ erinnert an „Temple of Love“von Sisters of Mercy.
Das Booklet ist mit seiner kleinen verschlungenen Schrift allerdings schwer zu lesen. Alles in allem ist „Pain, love & poetry“ ein gelungenes Album.
Isabel Oerke(i.s.o.)
Cauda Pavonis
„Wars & Masquerades“
Eigenvertrieb
„Wars & Masquerades„ heißt das neue Album der aus Bristol stammenden Band Cauda
Pavonis.
Musikalisch hat sich zu den bisherigen CDs nicht viel geändert. Wer Cauda Pavonis
bereits kennt
weiß also was zu erwarten ist: Goth Rock mit Synthieklängen, dazu die markante
Stimme von
Su Wainwright. Auf der CD sind neun komplett neue Tracks sowie als Bonustracks drei
neue Versionen
z.B. von „Love Like Broken Glass“. Die Neuaufnahmen unterscheiden sich allerdings nur
geringfügig von
den bisher bekannten Aufnahmen. Wer auf eingängigen Goth Rock steht, sollte in diese
CD unbedingt
reinhören. Die Fans der Band werden ohnehin zugreifen.
Anspieltipps sind „Dust To Dust„, „Wayland„
Manfred Böhl(mb)
Silbernacht
„Liebe und Verfall“
AJNA- Offensive
Langsam ruhig und bedächtig erklingt das erste Stück der EP. Die CD erwacht zum Leben und der erste Track heißt eben auch
„Das Erwachen“, bloß richtig wach wird man nicht. Die vier Dark Ambientstücke auf dem Album sind mit zwischen sechs und zehn
Minuten sehr lang und die soundtrackartige Reise geht vom „Erwachen“ über „Liebe und Verfall“, dann „Unter den Sternen“ weiter,
um dann in „Wenn der Tod nur Sehnsucht weckt“ zu enden. Die Stücke passen irgendwie nahtlos aneinander und man merkt nicht unbedingt,
wann ein neuer Track beginnt. Das ist auf die Dauer etwas monoton. Man kann sich das ganze Projekt jedoch als Untermalung bei einem
alten mystischen Film vorstellen. Die CD macht mich sehr melancholisch und ein paar ergreifende Bilder zum Soundtrack wären schon wichtig.
Ein großes Lob verdient die schöne CD Covergestaltung. Ein liebevoll dezent hergestellter Pappschuber, der absolut passend zum düsteren
Synthesizersound ist.
Isabel Oerke(i.s.o.)
Mono Inc./Lisa Middelhauve
„Teach Me to Love“
No Cut/Twilight
Liegt es an der schönen tiefen Stimme von Mono Inc. Sänger Martin? Auf der EP „Teach Me to Love“ von Mono Inc. kommt einem alles gleich
sehr vertraut vor. Die CD enthält fünf Stücke. Der Titeltrack kommt einmal als Radio- und einmal als Albumversion daher und ist eine
einfach schöne und absolut eingängige Ballade. Ein wunderschöner Lovesong, der als Duett mit Xandrias Sängerin Lisa Middelhauve noch
einmal so romantisch ist. Die drei weiteren Songs werden allesamt live und unplugged von Mono Inc. vorgetragen und stammen von einer
spontanen Session auf einer privaten Geburtstagsparty. Ich liebe die Stimme von Martin und die Pianobegleitung unterstreicht die unplugged
Stücke wunderbar. Ich bin schon sehr auf den nächsten Longplayer der Band gespannt, der für Mai 2008 angekündigt ist.
Isabel Oerke(i.s.o.)
Saline Grace
„Border Town Shades“
Deeper Waters Records
Die 17 Tracks auf „Border Town Shades“ erinnern mich sofort von ihrer Machart her an Nick Cave. Schon beim Intro „Those Sinister Lands“ und dem folgenden Stück
„Mercy And Deliverance“ hört man Cave singen. Doch es ist der Sänger Ricardo Hoffmann, der schon mit seinem ersten Bandproject Nobility Of Salt von sich Reden machte und mit Saline Grace auf Solopfaden wandelt. Auch wenn man jetzt -geklaut- rufen könnte und ich ab und zu Caves „Weeping Song“ summe, mag ich Hofmanns sanfte Stimme und es ist neben dem ganzen Industrialgeschrammel, was einem sonst so vorgelegt wird eine schöne Erholung für meine Nerven. Die Stücke sind jedoch alle recht ähnlich und man vermisst eine musikalische Steigerung, die etwas Stimmung aufkommen läßt. Es sind eben melancholische Balladen für den gemütlichen Winterabend bei Kerzenschein. Doch endlich der sechste Song „Stumbling Mary and The Tree At The Dry Riverbed “ sowie das Stück „Theresa The Sinking“ und „From The Fruit Of The Womb.... “ halten ein paar beschwingte Töne bereit. Sehr schön.
Isabel Oerke(i.s.o.)
The Pussybats
„Miss Purgatory“
Fabrik Drei Entertainment
Aus dem Stuttgarter Raum kommt die Band Pussybats deren zweite MCD mir hier vorliegt.
Die enthaltenen 5 Tracks klingen allerdings eher als wäre hier eine weitere finnische
Band am Werk. Es handelt sich also um melodischen Düsterrock, irgendwo zwischen HIM
und vor allem den 69 eyes. Wer mit dieser Art Musik was anfangen kann und von 69 Augen
nicht genug bekommt, kann die CD mal antesten. Ich werde mich mit diesem sogenannten
"Goth`n`Roll" (wo immer da der Goth auch sein soll) wahrscheinlich nie anfreunden
können.
Manfred Böhl(mb)
Love’s Labour’s Lost
„Goldstaub“
Eigenproduktion
Die Mainzer Gothrock Band Love’s Labour’s Lost legt hier die eigenproduzierte EP „Goldstaub“ vor. Als Supportband ist die Gruppe,
die sich nach einem Shakespeareroman nennt, schon auf dem Wave-Gotik-Treffen aufgefallen. Von der 18 minütigen EP gibt es nur 300 Stück,
die über die Homepage der Band zu beziehen sind. „Goldstaub“ erinnert durch seinen Violinenklang ein wenig an The Crüxshadows, bloß eben
mit deutschem Gesang. Der Track „Whispering“ hat für mich einen Bezug zu den 80er Jahren und mir fallen Bands wie Virgin Prunes ein oder
eben auch The Cure. „The Winds Of Life And Death“ ist eine Coverversion des gleichnamigen Pilori Songs und klingt durch die Violine völlig
anders. Mit einer Stimmausbildung lässt sich am Gesang von LLL noch
etwas feilen. Love’s Labour’s Lost hat jedoch das Potential eine ausgereifte Band zu werden. Weiter so.
Isabel Oerke(i.s.o.)
Built 4 Speed
„Minor Part Two“
Endless Soul Records/Cargo Records
Nachdem die Rockabilly Formation Built 4 Speed ihre EP Minor Part One
veröffentlichten, folgt nun Part II. Auf diesem Album finden sich
dreizehn eigene Rockabillytracks, die gerne im Molltongewand
daherkommen. Sänger und Komponist Johnny liebt Moll, weil dies seine
persönliche Botschaft am besten transportiert. Und zugegebenermaßen sind
alle Songs recht schräg und irgendwie schrammelig-temporeich. So nutzt
die Band den 4/4 Takt und scheut sich außerdem nicht „Personal
Jesus“ von Depeche Mode zu covern. Die Stücke sind meines Erachtens
wenig abwechslungsreich und könnten das eine oder andere zusätzliche
Highlight vertragen. Built 4 Speed bedienen nicht die nostalgischen
Rockabillyklänge, sondern beglücken eher den Liebhaber des trashigen
Garagensounds.
TB
Coronatus
„Lux noctis“
Soul Food /Massacre Records
Mit „Lux Noctis“ legt die Ludwigsburger "Gothic" Metal Band Coronatus
ihr Debütalbum vor. Wer auf Bands, wie Nightwish oder Within Temptation,
steht sollte bei dieser CD ein Ohr riskieren. Der für meine Ohren
einzige Unterschied zu den genannten Bands ist, dass Coronatus zwei
Frontfrauen haben. Musikalisch gibt es also Heavy Metal mit Operngesang.
Ob die Welt auf Coronatus gewartet hat, muß der geneigte Konsument
entscheiden. Für mich ist es leider ein schon 1000 x gehörtes Erlebnis
der langweiligeren Art.
Manfred Böhl(mb)
Lady Morphia
„Essence and Infinity“
Eigenproduktion/TESCO
Lady Morphia gründete sich im Jahre 1996 und veröffentlicht bisher nach
einigen Musikcassetten mit „Essence and Infinity“ nun ihr zweites Album.
Mir war diese Band allerdings bisher unbekannt und ich ging unbefangen
an diese CD ran. Lady Morphia sind die Brüder Nick und Chris Nedzynski,
die hier ihre persönliche Weltanschauung kundtun. Musikalisch bedeutet
das einen Ausflug von Klassik über Neofolk und auch Rock. Als erstes
fiel mir jedoch die schöne und angenehme Stimme des Sängers Nick auf. In
einigen Stücken steht die klassische Musik absolut im Vordergrund.
Mitunter durch verschiedene Instrumente, wie Gitarre oder
Schlaginstumente verfeinert. Dies ist für mich eine interessante
Kombination. Die zehn Titel der CD sind meines Erachtens schön
arrangiert. Fazit: „Essence and Infinity“ ist in meinen Augen
beziehungsweise Ohren ein vielfältiges Album und für mich als Alt-Goth
absolut hörenswert. Freunde verschiedener Klanglandschaften, die es
gerne ruhig, aber auch einmal kurzfristig rockig mögen, wird diese CD
gefallen.
Malve Brosch(mbr)
Letzte Instanz
„Wir sind gold“
Drakkar/SonyBMG
Nach einem Jahr bringen Letzte Instanz nun ihr neues Album „Wir sind
gold“ heraus. Das Album enthält 16 Tracks, die insgesamt gesehen sehr
eingängig und ruhig sind. Mir fehlt hier das Rockige, aber die CD eignet
sich wunderbar zur Entspannung. Nicht zuletzt durch Stücke, wie
„Monument der Stille“. Alle Texte des Albums sind sehr verständlich
vorgetragen und von intelligentem Inhalt. Viele Stücke sind auf der
Herbsttour 2006 im Tourbus entstanden. Die Titel „Du und Ich“ und
„Morgenrot“, sind noch die kräftigsten auf der Scheibe. Kurzum: „Wir
sind gold“ ist nichts für den Altgoth, aber die jüngere Generation wird
diese Platte mögen.
Malve Brosch(mbr)
Moribund 13 A.D.
"Your funeral, my smile"
Apollyon
Auf ihrem Debütalbum „Your funeral, my smile “ begeistern Moribund 13
A.D. mit düsterem und meistens sehr eingängigem Horrorpunk der
Extraklasse. Songs wie „Peter Vincent“ oder „Bury you alive “bleiben
sofort im Ohr hängen. Die Stücke starten mit einem Horrorfilmsample und
auch die, für diese musikalische Spielart typischen, Backgroundchöre
fehlen nicht. Den Moribunds ist ein Album geglückt, das allen Liebhabern
dieser Musik uneingeschränkt ans Herz gelegt werden muß. Hoffentlich ist
die Band bald live zu erleben. Anspieltipps: „Peter Vincent“, „She said
destroy“ und „Bride of blood“.
Manfred Böhl(mb)
Faith
The van Helsink Chronicles - Hörspiele
Episode 10 - Das Böse im Menschen
Episode 11 - Wendepunkt
R & B Company/Alive
Es war für mich sehr schwierig den Einstieg zu den Hörspielen zu finden,
da ich die Episoden 1 - 9 nicht kenne. Man wird jedoch auf den CDs
schnell aufgeklärt, dass die Geschichten von Faith van Helsink erzählt
werden, die letzte der Familie van Helsink, deren Erbe es ist die
Schlacht gegen die Finsternis zu gewinnen. Die Geschichten sind mehr
oder weniger spannend, aber in allen muss das abgrundtief Böse bekämpft
werden. Das Leben von Faith bedeutet, gegen den Abschaum der Hölle zu
kämpfen. Beim Hören dieser Cds kam ich mir allerdings vor, wie beim
Sehen eines Filmes ohne das dazugehörige Bild. Hörspieltechnisch kommt
es nicht so plastisch rüber und das angekündigte Kino im Kopf will sich
nicht so ganz einstellen. Von der angeblichen Starbesetzung deutscher
Synchronstimmen bekannter Hollywoodstars, wie beispielsweise Johnny
Depp, Angelina Jolie oder auch Christopher Lee war nicht viel zu merken.
Im Gegenteil sogar, ein Laiensprecher könnte es hier genauso gut. Meines
Erachtens sind die Sprecher mit zu wenig Herz bei der Sache. Auch die
CD-Cover sind eher von der kitschigen Machart. Obwohl ich Horrorbücher,
Horrorfilme und so weiter liebe, bin ich mit diesen Hörspielen nicht
warm geworden und habe mich schnell gelangweilt.
Malve Brosch(mbr)
Lacrimosa
Lichtjahre
Hall Of Sermon/NEO/BMG
Nun ist es soweit. Die schon im Jahre 2005 begonnene Welttournee von
Lacrimosa durch Städte, wie Berlin, Moskau oder Mexico wurde nach Ende
verfilmt und kommt als DVD in den Handel. Parallel dazu gibt es den
Soundtrack „Lichtjahre“ als Doppel-Live-CD von der mir hier ein kleiner
Ausschnitt vorliegt. Aktuelle Tracks, wie „Letzte Ausfahrt: Leben“ oder
eben „Lichtgestalt“ finden sich hierauf genauso wie die Klassiker
„Schakal“, „Komet“ oder „Alles Lüge“. Letzterer ist ganz schön schräg
gesungen, aber es ist eben live und das Publikum dieser Tournee ist in
jedem Fall begeistert. Bei „The Party Is Over“ greift Tilo Wolff
höchstpersönlich zur Trompete. Einen kleinen Ausflug in die spanische
Sprache gibt es bei „Durch Nacht und Flut“ auch noch. Zwei Stücke sind
das Gemeinschaftswerk von Anne Nurmi und Tilo Wolff und somit übernimmt
Anne in „Turning Point“ und „Not Every Pain Hurts“ den Gesang. Für
Lacrimosafans ist diese Hightlight CD ein Muss.
Isabel Oerke(i.s.o.)
DOWN BELOW
"Sinfony 23"
Vertigo/Universal
Down Below haben zwar schon auf einigen Festivals gespielt, doch von
dieser Band hatte ich bisher noch nichts gehört. Es handelt sich um vier
Musiker, die neben den schrägen Künstlernamen, Neo Scope, Carter, Convex
und Mr.Mahony, hier im Zylinder aufwarten. Diese scheinen zur Zeit ja
wieder schwer in Mode zu sein, für alle denen es gefällt. „Sinfony 23“
ist das Majordebutalbum der Band. Die Musik von Down Below ist glatt und
gängig, aber es fehlt der eigene Stil und der Wiedererkennungswert. Als
Gothic kann das nicht bezeichnet werden. Es handelt sich vielmehr um
seichten Pop-Rock, der eher für den Mainstreamradiohörer gemacht ist.
Schon die Vorabsingle „From The Highest Point“sowie die 11 weiteren
Tracks sind von ähnlicher Machart und etwas für den Rockfan, sowie man
ihn bei Rock am Ring antrifft.
Malve Brosch(mbr)
MonoInc.
Temple Of The Torn
NoCut - Goodsongs – Soulfood
Nachdem die Zweitrack EP erschienen ist können wir uns nun auf das
komplette Album „Temple Of Torn“ von Mono Inc. freuen. Und nicht nur
das, die Band hat außerdem einen neuen Sänger (Martin Engler) und sage
und schreibe eine neue Drummerin (Katha Mia). Alle Songs des Albums sind
melodiös rockig. Neben der Singleauskopplung „Temple Of The Torn“ ist
„Two Sinners“ mein Lieblingsstück. Ich mag diese Mischung zwischen
Gothic, Rock und Electro. Alles in Allem ist die CD, obwohl teils
düster, dennoch tanzbar und die Stimme des neuen Sängers kann sich hören
lassen.
Isabel Oerke(i.s.o.)
Morgana Lefay
Aberrations of the Mind
Black Mark
„Aberrations of the Mind“, was so viel heißt wie die Anormalie des
Geistes, dürfte für Metalfans ein Highlight sein. Als Erstes fiel mir
das interessante Albumcover ins Auge. Alleine deswegen solltet ihr
einmal zu der CD greifen. Morgana Lefays Sänger Charles Rytkönen hat
eine richtig gute Stimme. Hier war ich angenehm überrascht, da viele
Metalfrontmänner über Gebrülle oder unmelodiöses Gesinge nicht
hinauskommen. Morgana Lefay haben bislang, laut Katalog, sieben Alben
veröffentlicht. Interessantes Artwork der CDs, sowie eine integrierte
Eieruhr auf jedem Cover, zeichnen die Band aus. Auf „Aberrations of the
Mind“ die 12 Tracks enthält, sind viele Stücke mystisch und melodiös.
Andere sind dafür umso schneller und vielseitiger. Fazit: „Aberrations
of the Mind“enthält eine tolle Metalmischung, bei der die Post abgeht
und die sich kein Metalliebhaber entgehen lassen sollte.
Malve Brosch(mbr)
Hate Rush
Baptised In Fire
Black Mark
Ich bin keine waschechte Metalfachfrau, doch fiel mir Hate Rush in die
Hände und zu Gehör gelangte ihr Album „Baptised In Fire“. Das CD-Cover
als solches ist recht unspektakulär gehalten, jedoch findet der geneigte
Metalfan 14 kraftvolle Tracks. Die fünf Schweden von Hate Rush geben
richtig Gas und das Ganze läßt sich in Richtung Power- oder Speedmetal
einordnen. Die Stimme des Sängers Stefan Embretsson ist nicht
herausragend passt sich aber der Musik der Band gut an. Fazit: Meines
Erachtens geben Hate Rush mit „Baptised In Fire“ gut Gas und das Album
ist der Band in jedem Fall gelungen
Malve Brosch(mbr)
In Mitra Medusa Inri
Kalte Farben
Apollyon/Alive
Das Album „Kalte Farben“erinnert mich von seiner Art sofort an eines von
Diary of Dreams. Besonders „Come On“ erweckt in mir diese Assoziation.
Alle 11 Songs der CD sind eingängiger Darkwave mit einer Portion
Synthiepop, ohne jedoch unbedingt besonders tanzbar zu sein. Über den
leichten Ohrwurmcharakter hinaus und somit tanzflächentauglich sind
meines Erachtens nur„Why can't you sing at daylight“ und „Keine Fragen“.
Letzterer ist glücklicherweise etwas flotter und somit mein absoluter
Favorit auf dem Album. Mit dem zehnten Track „Say Goodbye“wird es
dramatisch und irgendwie nervig. Und zum Schluss setzen In Mitra Medusa
Inri mit einer eigenen Interpretation des Songs „Sag mir wo die Blumen
sind“ , den sie schon 1998 aufnahmen, noch einen drauf. Damit haben sich
die Mönchengladbacher keinen Gefallen getan und dem Hörer leider auch
nicht. Das Album fällt am Ende leider ab. Das Gute auf der CD ist aber
der Wechsel zwischen deutschen und englischen Tracks und bei Songs wie
eben „Keine Fragen“ , drücke ich noch einmal die Repeattaste.
Isabel Oerke(i.s.o.)
predominant lunatics
Thirteen Lost Souls
Aurora Music/K-tel
Predominant lunatics sind eigentlich nur vier verlorene Seelen aus der
Schweiz, die mit ihrem Album „Thirteen Lost Souls “, nach eigenen
Aussagen Moll-Pop machen. Jedenfalls regnet und gewittert es leicht zum
Gitarrensong „Water Under The Bridge “ und der Song ist schön
melancholisch. Die Band erinnert mich sofort an die frühen Element of
Crime. Das Album hat den Charme der 80er Jahre und das ist auch gut so.
„Cosmic Trip “, eine Singleauskopplung handelt von einer imaginären
Reise. Dieser Song wurde außerdem von Danny Mommens (Vive La Fé`te) in
einen Elektro-Pop-Remix verwandelt. Mein eindeutiger Favorit ist der
Song „In Flames “, der wiederum mit alten Träumen und Vorstellungen
abrechnet. Dies geschieht mit sanften Gitarren und im Chorus mit einem
willensstarken Ausdruck. Ich liebe dieses Zusammenspiel zwischen
Romantik und wehmütiger Kraft. „Thirteen Lost Souls “ ist ein Album zum
Verlieben.
Isabel Oerke(i.s.o.)
FAQ
Is pornography art?
Synthetic Product Records/Indigo
Die Band FAQ konnte ich erstmalig als Vorgruppe für Unheilig live
erleben. Ich war erstaunt was für eine große Fangemeinde die Schweizer
bereits haben. Das Publikum sang die Songs des aktuellen Albums „Is
pornography art? “ bereits mit. Nicht nur die Hitsingle „The World Is
Cold Enough“ ist ein absoluter Tanzflächensong, sondern auch die
weiteren 12 Tracks sind Guter- Laune-Synthiepop-Elektro pur. Sucht man
unbedingt nach einer vergleichbaren Band, so fallen mir Mesh oder
Apopytgma Berzerk ein. Das Stück „We Come In Pieces“ wird auch im Duett
mit Sänger Stephan Groth von Apopytgma Berzerk gesungen. Und der
amerikanischen Pornostar Jenna Jameson, deren Fotos das Artwork der CD
zieren, kommt stimmlich bei dem Song „Heartbreaker“ zum Einsatz. Das
Interview in diesem Song nervt allerdings und der Track gehört nicht zu
den Besten. Überhaupt haben FAQ die „Hilfskünstler“ auf ihre CD nicht
nötig, denn das Album ist gut. Es gibt außerdem noch drei Bonusmixe auf
der Scheibe. FAQ bieten mit ihrer Musik nichts wirklich Neues, aber
dennoch hochwertigen Sound, der für jede Menge Tanzspaß sorgt.
Isabel Oerke(i.s.o.)
MONOBLOCK
Kinderaugenblicke
Finest Noise Records/ Radar
Monoblock ist eine Band aus Leipzig, die hier ihr viertes Album vorlegt.
Abwechslungsreicher Gothic-Metalsound wurde in 11 Tracks verpackt. Doch
eigentlich würde ich es mehr als Metal bezeichnen, auch wenn es einmal
sanft zugeht. Als der erste Song „Rattenmenschenmassen“ melodiös
metallisch anfängt bete ich schon, dass jetzt kein unverständlicher
Grunzgesang kommt. Zum Glück können sich die Stimmen der Sänger hören
lassen. Das Zusammenspiel zwischen männlichen und weiblichen Vocals ist
gelungen. Bei den deutschen Texten hat man sich auch Gedanken gemacht
und Ratten kommen immer wieder vor. Die Songtriologie
„Kinderaugenblicke“ beinhaltet Kinderliedelemente, wie Punkt, Punkt,
Komma, Strich und gefällt mir aufgrund der ruhigen Parts gut. Und der
Schlußtrack „Hör auf zu weinen“ daraufhin sowieso. Auch „Mein Freund der
Traum ist tot“ ist eine schöne Anlehnung an Alexandras „Mein Freund der
Baum“. Die CD ist wirklich vielseitig und führt durch sämtliche
Soundarten. Mit Klavier, Streichern, Orchester, männlichem sowie
weiblichem Gesang fehlt es an nichts. Doch sind die vielen Facetten in
teilweise nur einem Stück einfach zu gut gemeint. Bei „Heller noch“bin
ich froh, dass es so schön ruhig, ja fast musicalmäßig, zugeht. Und kaum
denke ich, bitte jetzt kein Gitarrengefriggel hinterherschicken, da ist
es auch schon passiert. Monoblock können wirklich etwas, doch manchmal
ist weniger mehr. Für Metalfans dürfte diese CD jedoch interessant sein.
Isabel Oerke(i.s.o.)
Loomlight
Ein Märchen, das es nicht mehr gibt
Eigenproduktion
Mit der CD von Loomlight wurde mir ein Album zur Rezension gegeben, bei
dem mir für eine objektive Beurteilung einfach die Worte fehlen. Wer
bisher glaubte, dass es zum Schlagergoth von Bands, wie Illuminate keine
Steigerung mehr gibt, der wird hier eines Besseren belehrt. Musikalisch
klingt das Ganze wie eine Mischung aus L`ame immortelle und Illuminate,
mit einer Portion Samsas Traum und einer Prise deutschen Schlagers eines
üblichen Radiosenders. Dazu gibt es dann noch vor Pathos nur so
triefende Texte mit hauptsächlich weiblichem Gesang. Hierzu paßt dann
auch der Name des Hauptsongschreibers (Dark Romeo).„Ein Märchen, das es
nicht mehr gibt“ist der zweite Teil der geplanten Loomlight-Triologie.
Wer mit einer der oben genannten Bands etwas anfangen kann, mag auch bei
Loomlight ein Ohr riskieren.
Manfred Böhl(mb)
Loreena McKennitt
An Ancient Muse
Quinlan Road/SPV
Loreena McKennitts Musik ist meist von keltischen Einflüssen geprägt.
Will man unbedingt einen Vergleich ziehen, so fällt einem zuerst die
Band Dead Can Dance ein. Viele Jahre war es ruhig um die Kanadierin
McKennitt. Mit dem Album „An Ancient Muse“meldet sie sich nun zurück.
Diese Cd ist eine wunderschöne Reise, leicht verträumt, orientalisch und
vor allem melancholisch. Meine Favoriten sind „The Gates Of Istanbul“,
welches zum leichten Bauchtanz einlädt und der verträumte Track
„Caravanserai“. McKennitt befasst sich mit Menschen, ihren Kulturen und
den länderspezifischen Instumenten, alles ist in diesem Album vereint.
Die Instrumentalstücke, wie„Sacred shabbat“ sind mir jedoch etwas zu
ruhig.„An Ancient Muse“ ist ein absolutes Entspannungsalbum, welches
seine Liebhaber findet.
Isabel Oerke(i.s.o.)
Project Morfeo
Dicotomia
Trostlos (NovaTune)
Laut vorliegender Infos bezeichnen Project Morfeo ihre Musik als
Atmospheric-Gothic. Ich lege die CD mal voller Neugier in den Player.
Los geht es mit einem Neoklassischen Stück. Es erinnert etwas an die
Sachen von Arcana, ohne allerdings deren Tiefe zu erreichen. „She is
pain“, der zweite Track beginnt mit einem Klavierintro, dann kommen
Gitarren dazu. Musikalisch mag man sich ganz entfernt an Bands wie
Zeraphine oder die keyboardlastigeren Sachen von Paradise Lost erinnert
fühlen. Ähnlich geht es mit Track drei „Walk away“, dem wie ich finde,
besten Stück des Albums weiter. „Night creatures“ kommt ohne Gitarren,
sondern nur mit Keyboards und etwas orientalisch anmutenden Frauengesang
daher. Fast alle Songs bewegen sich im Midtempo- Bereich oder darunter.
Um Gothic handelt es sich bei dieser Musik ganz sicher nicht. Wer
allerdings Gitarrenrock mit ausgiebigen Keyboardparts mag, der kann die
CD ruhig einmal antesten.
Manfred Böhl(mb)
NFD
Dead pool rising
Jungle Rec (rough trade)
Endlich ist der Nachfolger des 2004er Debüts „No love lost“ von NFD
erhältlich. Wie schon auf dem ersten Album gibt es auch hier wieder
kraftvollen und düsteren Goth Rock zu hören. Los geht es mit dem von der
Vorab-Single bekannten „Light my way“. Mit „My possession“ und „Caged“
folgen zwei weitere Goth Kracher. Beim vierten Track „One moment between
us“ wird dann das Tempo etwas zurück genommen. „Rise“, der darauf
folgende Track erinnert an die langsamen Sachen der Legende Fields of
the nephilim bevor dann das Tempo wieder angezogen wird. Wer auf
düsteren Goth Rock abseits von Elektrogewummer und "Elfengejammer"
steht,ist mit „Dead pool rising“ bestens versorgt. Anspieltipps: „Light
my way“, „My possession“ und„ Rise“
Manfred Böhl(mb)
Various Artists
Septic VI
Dependent/Al!ve
Dies ist schon das sechste Compilationalbum aus der Reihe Septic des
Labels Dependent. Auf diesem Label wird schöner Electrosound verlegt und
nichts liegt da näher als regelmäßig eine Compilation-CD mit vielen
bisher unveröffentlichten Tracks bekannter Electrogrößen und
vielversprechenden Newcomern herauszubringen. Das bekannteste Stück des
Albums ist auf den ersten Blick beziehungsweise Hinhörer „The Men“ von
Covenant. Diesmal als nahezu sechseinhalb minütigen Version. Doch das
ist nicht der längste Track, denn hier haben Mind in a Box mit „Lament
For Lost Dreams“ einen fast achtminütigen Electrotraum draufgelegt. Als
Besonderheit sei der Song „Stand Up“ von Stromkern erwähnt, bei dem es
ungewöhnlichen Hip-Hop Sprechgesang gibt. Seabound erinnern auf diesem
Sampler mit ihrem ruhigen, ebenfalls bisher unveröffentlichen , „Scorch
The Ground“ etwas an Depeche Mode. Absoluter Minimal Electro stammt auf
dieser Compilation von den Essenern Schwefelgelb, die mit „My Pornoshow“
einen klassischen „Clap Your Hands -80er Song, beigesteuert haben. Sehr
lustig und daher mein Lieblingstrack auf Septic VI. Wunderbar ist das so
ein trashiger Track auf diesem Sampler, neben einen krachigem
Electrotrack wie „Inject“ von Controlled Collapse steht. Das ist eben
das Einzigartige an den Septic –Zusammenstellungen. Hier heißt es für
den vielfältig interessierten Electrofan unbedingt zugreifen.
Isabel Oerke(i.s.o.)
Rotersand
„Dare to live“
Dependent/Al!ve
Nachdem Rotersand schon ihr zweites Album “ Welcome to goodbye”
herausgebracht haben und die Band Covenant auf ihrer Tour unterstützen,
folgt die EP „Dare to live“. Diese CD ist ein Remixalbum in Anlehnung an
das 2005 erschienene zweite Album. Die Tracks wurden hierbei absolut
clubtauglich umgestrickt. Hierbei hatte das Ruhrpott-Trio Unterstützung
der Band Haujobb, die sich den Track „Storm“ vornahmen, sowie der
Kollegen von Soman, die „By the waters“ ein neues Gewand verliehen. Zwei
neue Tracks sind auch mit dabei. Dies sind das relativ ruhige „ Drop
your Education“ und der Song „Give it all away“ , bei dem die Stimme von
Julia Beyer neben Sänger Rasc einen besonderen Reiz ausmacht. „Dare to
live“ ist mit über 40 Minuten Laufzeit fast schon als komplettes Album
zu bezeichnen. Mein Tophit dieser EP ist das feurig-fragende „Would you
spin this?“ Das ist Electro vom Feinsten und der CD-Player darf richtig
aufgedreht werden.
Isabel Oerke(i.s.o.)
Madre del vizio
"Antonomasia"
Apollyon/AL!VE
Acht Jahre haben sich Madre del vizio Zeit gelassen, um einen Nachfolger
für ihr Album "Mesmerismo" zu veröffentlichen. Das Warten hat sich
allerdings gelohnt. Von "Antonomasia" werden all jene Fans begeistert
sein, die schon länger auf neue Songs im Stile von "Madre, Bestie
metalliche" oder "Amore, fede, speranza" gewartet haben. Auf diesem
Album wird also bester Deathrock geboten. Schön, dass die Band um Sänger
Fulvio wieder da ist. "Antonomasia" ist ein tolles Comeback Album
geworden. Anspieltipps: "Sogni dimenticati", "Il mio viaggio".
Manfred Böhl(mb)

Ataraxia/Autunna et sa rose
"La via verso il cielo"
Equilibrium Music
Die beiden italienischen Neo-Klassik Bands "Ataraxia" und "Autunna et sa
rose" haben sich hier für eine Split DoCD zusammengetan. Anlass war eine
gemeinsame Konzertveranstaltung in Rovigo. Beide Bands haben die Stücke
für dieses Konzert in ein rein akustisches Gewand umarrangiert. So haben
Ataraxia z.B. auf Keyboards verzichtet und die Stücke von A.e.s.r.
wurden lediglich mit Klavier, Cello und Gesang vorgetragen. Die Stücke
unterscheiden sich daher zum Teil komplett von den bekannten
Einspielungen. Von Ataraxia sind mit "Strange light" und "Seas over the
moon" ganz neue Stücke zu hören, sowie mit "Les tisseuses lunaires" ein
Song der bisher lediglich auf dem "Arezzi" Demo Tape erhältlich war.
Dieses Album eignet sich sicherlich nicht zum nebenbei hören, aber wer
bereits Veröffentlichungen der Bands besitzt und mag kann hier
bedenkenlos zugreifen. Für Neueinsteiger bietet sich eine schöne
Einstiegsmöglichkeit. Anspieltipps: Ataraxia - "Shelmerdine", "Seas over
the moon", "Tu es la force du silence". Autunna et sa rose: "Slow rain",
"Canzona"
Manfred Böhl(mb)
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