In Kenia treffen wir auf die Schwarzafrikanerin Queen (Eliane Umuhire). Sie ist eine kämpferische Person, die für alle da ist und lebt mit ihren zwei Kindern in Nairobi der neunziger Jahre. AIDS hat die Bevölkerung des Landes im Griff. Handelsinteressen der internationalen Pharmariesen sind für die Politiker wichtiger als die Leben der Bevölkerung.
Queen ist arbeitsam und willensstark und beschafft sich Arbeit bei der irischen Journalistin Anna (Denise Gough). Diese arbeit als Auslandskorrespondentin und versucht als Europäerin ebenfalls durch ihre Redaktion auf die Zustände in Kenia hinzuweisen. Während viele Menschen, darunter auch Freunde und Nachbarn von Queen versterben, beschließt Anne mit allen Beziehungen nach Europa ihrer neuen Freundin Queen zu helfen. So erhält Queen dank dieser Beziehungen die nötige Behandlung und die teuren Medikamente.
Queen überlebt, doch so kann es nicht in Kenia bleiben. Es kann nicht sein, dass nur sie Glück hatte und andere sterben müssen, obwohl es Heilmittel gibt. Queen wird laut und rebelliert zusammen mit andere gegen diese Ungerechtigkeit. Dieses Spiel der Machtstrukturen kann Queens Nachbarschaft nicht länger dulden. Es würde sich nie etwas ändern, wenn man seine Stimme gegen diese korrupte Politik nicht erhebt
Call Me Queen von der Regisseurin Emily Atef ist ein Film nach wahren Begebenheiten. Ein traurig, schönes Kinoerlebnis bei dem Solidarität und die Erhebung der Stimme Afrikas im Vordergrund steht. (Isabel Oerke)
Originaltitel:
Call Me Queen (Frankreich / Großbritannien / Kenia / Deutschland 2026)
Länge:
105 Minuten
Genre:
Drama
Regie:
Emily Atef
Drehbuch:
Jeannine Dominy, Emily Atef, Josune Hahnheiser, Hawa Essuman
Kamera / Bildgestaltung:
Hélène Louvart
Darsteller:
Eliane Umuhire, Denise Gough, Charlie Carrick, Michelle Tiren, Nice Githinji, Lwanda Jawar, Helen Keli, Dominic West, Laurent Lafitte, Danny Sapani
Verleih:
Filmreederei GmbH