Ich bin kein Fan von Filmen mit viel Ballerei und Gekämpfe, in dem die Helden nicht tot zu kriegen sind. Doch von Caught Stealing dem aktuellem Thriller von Regisseur Darren Aronofsky bin ich mehr als begeistert. Es ist die ausgewogene Mischung zwischen Handlung und Gekämpfe und nicht zuletzt der charmante Hauptdarsteller, was den Film sehenswert macht. Protagonist ist Hank Thomas, gespielt von Austin Butler, welcher mich als Elvis im gleichnamigen Film schon sehr ansprach. Hank war in seiner Jugend ein Baseballstar. Doch nach einem tragischem Autounfall, bei dem sein Kumpel ums Leben kann, spielt er nicht mehr. Zu schmerzlich die Erinnerungen an jene Ereignisse, die ihn nachts in Albträumen heimsuchen. Er feuert sein Baseballteam nachwievor an, ist aber ansonsten Barkeeper in einer schummrigen New Yorker Kneipe der 1990 Jahre, in der er auch sein bester Kunde ist und ausgiebig mitfeiert. Seine bezaubernde Freundin Yvonne (Zoë Kravitz), versucht ihn jedoch immer wieder vom Alkohol weg auf den rechten Weg zu führen.
Eines Tages steht sein Punkrock-Nachbar Russ (Matt Smith) vor der Tür seines Apartments in der Lower East Side und bittet ihn, weil er dringend nach London muß, auf seine Katze Bud aufzupassen. Und schon nimmt das Elend seinen Lauf. Hank findet sich in einer Situation wieder, in der ihm zuerst Russen seine Tür eintreten und dann verschiedene Gangstertypen an sein Leder wollen, beziehungsweisen am einen Schlüssel. Hank hat keine Ahnung was los ist, er wird aber eine Nieren los, seine Freundin wird ermordet und er vertraut sich Detective Elise Roman an, die aber auch nicht auf der Seite des Gesetzes zu stehen scheint.
Doch eins ist sicher, es geht um viel Geld, welches irgendwo deponiert ist. Der Schlüssel, soviel sei verraten, findet sich in einem Fake-Kackhaufen im Katzenklo wieder. Hier scheint aber ein Hund aufs Klo gegangen zu sein, bei der Haufengröße. Ansonsten ist die Katze Buddy der Star des Films und zwischen ihr und Hank wird es eine besondere Freundschaft. Buddy ist bei Kampf und Flucht im Schlepptau, was den Film auch zur Komödie macht. Sieht man den Film im Orginal, sind die vielen Sprachen etwas Besonderes. Die Gangster sprechen Russisch, Spanisch, Jiddisch und von Punker Russ hört man breites London English. Hank setzt alles daran am Leben zu bleiben und schlussendlich ist nicht alles für die Katz und es wird fast alles gut.
Auch die fetzige Musik des Films ist top, ebenso der Abspann, wo die Katze noch einmal zeichentrickmäßig vorkommt.´Als noch alle Buchstaben der Mitwirkenden im Abspann durcheinander spielen, hat es sich wirklich gelohnt bis zum Schluss im Kino sitzen geblieben zu sein. (Isabel Oerke)
Originaltitel:
Caught Stealing (USA 2025)
Länge:
107 Minuten
Genre:
Thriller / Komödie
Regie:
Darren Aronofsky
Drehbuch:
Charlie Huston
Kamera / Bildgestaltung:
Matthew Libatique
Darsteller:
Austin Butler, Regina King, Zoë Kravitz, Matt Smith, Liev Schreiber, Vincent D’Onofrio, Benito A Martínez Ocasio, Griffin Dunne, Carol Kane
Verleih:
Sony Pictures